Um Inhalte im Internet zu präsentieren, müssen sie entsprechend aufbereitet werden, damit sie mit speziellen Programmen, den sogenannten Browsern, dargestellt werden können. Die Gestaltung dieser Inhalte zu einem kompletten Internetauftritt, oder auch Website oder Webpräsentation genannt, bezeichnet man als Webdesign. In den Anfängen des Internet beschränkte sich das Webdesign hauptsächlich auf die Darstellung von Texten und die Verknüpfung dieser Texte untereinander durch Hyperlinks, kurz Links genannt. Später wurde es möglich auch grafische Elemente einzusetzen und dadurch auch optisch ansprechende Websites zu erstellen oder sogar kleine Kunstwerke enstehen zu lassen.
Neben den eigentlichen Inhalten der Website sind Hyperlinks - verkürzt einfach Links genannt, die wichtigsten Elemente einer Website. Nur durch Links ist es möglich von Webseite zu Webseite zu gelangen. Dieses Springen von Webseite zu Webseite wird surfen genannt.
Webdesign bezieht sich nicht nur auf das Layout, sondern umfaßt auch den Navigationsaufbau der Website, die Wahl des Domainnamens und die verwendeten Webdesign-Techniken zur Umsetzung des Layouts in html und die Formatierung mit css. Ein gutes Webdesign läßt sofort erkennen, um was für eine Website es sich handelt. Ist es z.B. eine reine Firmenpräsentation, in der sich die Firma vorstellt, ein Shopsystem in dem reiner Internethandel betrieben wird oder ein Portal, in dem stets Neuigkeiten präsentiert werden, Benutzer untereinander Kontakte knüpfen oder Dienste nutzen können.
Beim Entwurf des Webdesign wird ein Layout erstellt, welches sich auf jeder einzelnen Seite des Internetauftrittes wiederspiegelt. Durch die gesamte Website, muß sich der sogenannte "rote Faden" ziehen. Einzelne Themengebiete sollten klar abgegrenzt sein.
Animierte Grafiken oder Flash-Intros sollten im Webdesign, wenn überhaupt, sehr sparsam eingesetzt werden. Beim Erstellen der Website ist unbedingt darauf zu achten, dass diese Animationen zum gesamten Inhalt des Webauftrittes passen und das Webdesign nicht stören sondern ergänzen. Kostenlose Animationen aus dem Internet sind dazu meist nicht geeignet. Es kommt dabei natürlich wieder auf den Inhalt der gesamten Website an. Handelt es sich beispielsweise um eine Website, die hauptsächlich kostenlose Downloads anbietet, passen alle Animationen ins Angebot.
Beim Anlegen einer Galerie mit Bildern und Animationen die, egal ob kostenlos oder zum käuflichen Erwerb, im Internet angeboten werden, ist auf das Urheberrecht und die Nutzungsbedingungen der einzelnen Animationen und Bilder zu achten. Um eine gute Übersicht innerhalb einer solchen Galerie zu gewähren, wird das komplette Angebot in einzelne Kategorien, zusammengehöriger Themenbereiche unterteilt.
Ein sehr wichtiges Element der Website ist der richtige Domainname. Er sollte nicht zu lang sein, damit er sich beim Besucher gut einprägt und am besten schon etwas über den Inhalt der Website aussagt. Ein zu langer Domainname sieht auch in den Listen der Suchmaschinen nicht besonders gut aus und kann eher unseriös wirken und nach spam riechen. Leider passiert es oft, dass der gewünschte Domainname schon vergeben ist. Dann muß nach einer guten Alternative gesucht werden. Es kann sinnvoll sein, den eigenen Namen oder ein weiteres Keyword in den Domainnamen zu integrieren.
Weiter gilt es zu entscheiden, welche tld (Top-Level-Domain) verwendet werden soll und ob Subdomains, etwa zur Gliederung des Angebotes, angelegt werden sollen. Für eine deutschsprachige Website wählt man am besten .de als tld, möglich wären auch .at oder .ch für Östereich oder die Schweiz, falls der Schwerpunkt der Internetaktivitäten in diesen Ländern liegt. Die Bestellung der Domain wird am zweckmäßigsten beim Kauf des Webspaces erledigt. Der Hoster (auch Provider genannt), der den Webspace zur Verfügung stellt erledigt dann die Abwicklung bei der Vergabestelle. Für de Domains ist das die DENIC.
Eine einfache, statische Webseite wird in html angelegt und erhält die Endung *.htm oder *.html. Diese wird ganz einfach im Browser aufgerufen und angezeigt. Je nach Art der Website, kann es neben html, javascript und css auch notwendig sein eine Programmiersprache wie beispielsweise php einzusetzen. Es ist von Vorteil, dies von vorn herein festzulegen, da nicht auf jedem Webspace sicher gestellt ist, dass auch in html-Dateien eingebetteter php-code ausgeführt wird. Wird php-code auf Ihrem Webspace nur in Dateien mit der Endung .php ausgeführt, müssen die Dateien zwangsläufig die Endung .php bekommen. Eine Folge von falsch gewählten Dateiendungen ist dann ein Wechsel auf einen anderen Webspace oder ein umbenennen der Dateinamen. Für Websites, die unbedingt über die Suchmaschinen gefunden werden müssen ist das Umbenennen der Dateinamen eine schlechte Alternative, da Webseiten, die bereits von den Suchmaschinen indiziert sind wieder aus dem Index entfernt werden müssen und stattdessen die neuen Dateien aufgenommen werden müssen. Werden dann noch Fehler beim Entfernen der Webseiten aus dem Index gemacht kann es zu ewigen Dateileichen im Index kommen und die Website entwickelt sich nicht wirklich gut.
Eine bessere Alternative ist ein Webspacepaket, was es erlaubt auch php-code in html-Dateien auszuführen. Erkundigen Sie sich am besten vor dem Beginn der Gestaltung der Website bei Ihrem Provider, welche Möglichkeiten die verschiedenen Webspace-Pakete beinhalten. Haben Sie noch keinen Povider stehen Ihnen noch alle Möglichkeiten offen und Sie können ein Webspace-Paket wählen bei dem mod_rewrite zur Verfügung steht. Dort können dann alte Dateinamen auf die neuen umgeleitet werden.
Wenn Sie noch vor der nicht ganz leichten Wahl des Providers stehen, kann Ihnen vielleicht Webhostlist mit Informationen zum Webhosting weiterhelfen. Hier finden Sie sehr preiswerte Provider aber auch Provider für gehobene Ansprüche. Darunter befinden sich geprüfte und ungeprüfte Provider sowie Bewertungen von zufriedenen oder unzufriedenen Kunden. Haben Sie einen passenden Provider und den für Ihre Website geeigneten Webspace gefunden, können Sie Ihre Website ins Internet stellen.