Um Webseiten betrachten zu können werden spezielle Programme, sogenannte Webbrowser, benötigt, die den html-Code umsetzen und im Optimalfall das vom Webdesigner entworfene Layout incl. der Texte auf dem Bildschirm ausgeben. In der Regel wird ein Browser schon beim Kauf eines PC's mitgeliefert. Auf Windows-Systemen ist dies im Normalfall der Internetexplorer von Microsoft. Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren den Browser Chrome, der von den Mitarbeitern der Suchmaschine Google entwickelt wurde. Firefox und Opera sind Opensource-Projekte, die ebenfalls sehr gut zum surfen im Internet eingesetzt werden können. Der Netscape sollte hier natürlich auch erwähnt werden. Spielte er doch die Vorreiterrolle und war der erste Browser mit dem Webseiten betrachtet werden konnten. Heute spielt er jedoch kaum noch eine Rolle. Auf Apple-Systemen, unter Mac Os, kommt beim Surfen im Internet häfig der Safari zum Einsatz. Auch er spielt, auf alle Besucher Ihrer Website bezogen, eher eine untergeordnete Rolle.
Auf der Website von browsershots.org können Webseiten in zahlreichen Browsern, verschiedener Versionen auf verschiedenen Betriebssystemen getestet werden. Über ein Formular können dabei aus den zur Verfügung gestellten Browsern diejenigen ausgewählt werden, die für das jeweilige Webprojekt wichtig sind. Genügend Zeit sollten Sie dafür aber mitbringen. Es kann zwischen drei Minuten und zwei Stunden dauern, bis die Screenshots der Webseite aller ausgewählten Browser zur Verfügung stehen. Zwischendurch sollte die Downloadzeit für die Screenshots regelmäßig, innerhalb von 30 Minuten, verlängert werden, sonst kann es passieren, dass die Zeit abgelaufen ist und noch kein Screenshot angezeigt wird. Dann beginnt die ganze Prozedur von vorn.
Wurde das Webdesign barrierefrei gestaltet empfiehlt es sich auf alle Fälle, die Website in vielen Browsern zu testen, da hier eine fehlerhafte Anzeige sehr häufig vorkommt. Sie sollten auch nicht davon ausgehen, dass eine Website, die im IE6 bestens funktioniert, dies auch zwangsläufig im IE7 tut.
Zum ausgiebigen Testen von websites in verschiedenen Browsern empfiehlt es sich einige, wie beispielsweise den Opera, direkt auf dem Computer zu installieren. Auch der Safaribrowser, den es für Mac und PC, wahlweise mit und ohne QuickTime gibt, ist durchaus empfehlenswert. Aus unseren Logfiles konnten wir entnehmen, dass dieser Browser inzwischen auch unter Windows sehr häufig zum Einsatz kommt. Vor allem grafiklastige Websites weisen einen recht hohen Besucheranteil mit Safaribrowser auf.
Ältere Netscape-Versionen finden Sie noch im Archiv von Netscape. Der support für alle Netscape client producte endete allerdings im März 2008.
Der Firefox sollte wegen seiner weiten Verbreitung auf alle Fälle zum Testen auf dem eigenen PC installiert werden.
Dies wäre natürlich die beste Lösung, die aber leider sehr schwer umsetzbar ist. Deshalb empfiehlt es sich, einen Browser auszuwählen und das Webdesign für diesen optimal zu gestalten. Welchen Browser Sie favoritisieren hängt von der Zielgruppe ab, für welche die Website gestaltet werden soll. In den häufigsten Fällen wird die Vorauswahl auf den Internetexplorer fallen. Funktioniert das Webdesign in diesem Browser sollten Sie an das Testen der Browser wie Netscape, Firefox oder Opera gehen. Die neueren Browserversionen werden wahrscheinlich weniger Schwierigkeiten bereiten aber beispielsweise der Netscape der 4er-Generation kann einiges an Nerven kosten.
Ob eine Website beispielsweise noch auf dem Netscape 4.x laufen soll hängt von den zu erwartenden Besuchern ab. Ist abzusehen, dass viele Besucher noch mit alten PC-Systemen arbeiten liegt auch die Wahrscheinlichkeit sehr nahe, dass sie alte Browser benutzen. Ein Link zum aktualisieren des Browsers ist zwar nett gemeint wird aber in der Regel nicht genutzt. Der Besucher möchte Informationen, weiß oft sogar, dass sein Browser veraltet ist, hat aber gerade keine Zeit erst seinen Browser zu aktualisieren oder der neue Browser läuft auf seinem PC-System nicht oder fehlerhaft. Diesen möglichen Komplikationen gehen viele Besucher aus dem Weg und nutzen deshalb ihre alten Programme weiter. Auch die Bequemlichkeit der Besucher wäre noch zu nennen. Ein neuer Browser bringt oft eine Umstellung alter Gewohnheiten mit sich. Vor allem Gelegenheitssurfer stellen sich nicht so gern um und nutzen lieber ihre vertrauten Browser weiter.
Ist die Website bereits im Internet veröffentlicht, kann aus der Auswertung der logfiles die Erkenntniss gewonnen werden, mit welchen Browsern die Besucher auf die Seiten kommen und somit entschieden werden, auf welche Browser das Hauptgewicht gelegt wird.
Websites, die hauptsächlich von Jugendlichen besucht werden, werden meist nicht mehr mit alten Browsern aufgerufen. Ausnahmen bilden hier wahrscheinlich von den Eltern ausrangierte alte PC's, die von den Kindern weiter genutzt werden.
Websites der IT-Branche sollten neben dem Internetexplorer auch mit dem Opera und dem Firefox gut funktionieren.
Mac-Benutzer, die häufig aus der Grafik- und Werbe-Branche kommen nutzen eventuell noch diverse Netscape-Varianten.
Wendet sich eine Website an die breite Masse ist sicherlich der Internetexplorer erste Wahl.
Sollen keine Besucher ausgeschlossen werden, müssen genaue Analysen erstellt werden und die Website auf allen auffindbaren Browsern zumindest lauffähig sein. Das Webdesign wird hier sicher nicht im Vordergrund stehen.